Ein muffiger Geruch aus der Maschine kann selbst frisch gewaschene Wäsche verderben. Oft stecken Waschmittel‑ und Kalkrückstände oder Schimmel in Ecken, die beim normalen Waschen nicht erreicht werden.
Glücklicherweise besitzen viele moderne Geräte einen versteckten Selbstreinigungsmodus, der sich mit einer simplen Tastenkombination starten lässt. Wer ihn kennt, spart Zeit, Geld und aggressive Reiniger.
Drücke diese 2 Tasten: Die Waschmaschine reinigt sich von selbst
Bei mehreren Modellen reicht das gleichzeitige Gedrückthalten von zwei Tasten für wenige Sekunden, um ein automatisches Reinigungsprogramm zu aktivieren. Die genaue Kombination unterscheidet sich je nach Hersteller, weshalb ein Blick ins Handbuch oder ein kurzer Check im Internet sinnvoll ist.
Dieser Modus durchläuft oft einen heißen Spülgang bei erhöhten Temperaturen und speziellen Trommelbewegungen, damit sich Ablagerungen lösen und ausgespült werden. Ein kurzer Testlauf auf leerer Trommel zeigt schnell, ob die Maschine danach wieder frisch riecht.
Insight: Wer die Tastenkombi kennt, kann ohne Chemie ein kleines Frischeprogramm starten und die Lebensdauer der Maschine unterstützen.
Wie der Selbstreinigungsmodus arbeitet und wann er hilft
Das Programm kombiniert in der Regel höhere Temperaturen mit längeren Spülphasen, um Waschmittelreste, Weichspüler und kalkhaltiges Wasser auszuspülen. Bei starker Verschmutzung reicht das allein manchmal nicht; dann ergänzen Hausmittel oder ein gezielter Handgriff.
Ideal ist die Nutzung dieses Programms alle paar Monate, besonders wenn häufig bei niedrigen Temperaturen gewaschen wird oder viel mit Weichspüler gearbeitet wird. So bleibt die Waschleistung konstant und unangenehme Gerüche werden vermieden.
Insight: Der versteckte Modus ist ein schneller Helfer zwischen den gründlichen Reinigungen und spart oft scharfe Reiniger.
Praktische Reinigung: Einspülkammer, Flusensieb und Gummidichtung
Die Reinigung beginnt bei der Einspülkammer: Schublade herausziehen, mit warmem Wasser und einer alten Zahnbürste alle Ecken freilegen. Hartnäckige Verkrustungen lösen sich nach einer halben Stunde in warmem Wasser mit etwas Essigessenz.
Das Flusensieb sitzt hinter einer kleinen Klappe an der Front. Vor dem Herausnehmen sicherstellen, dass die Maschine abgepumpt ist und eine Schale bereitstehen, um Restwasser aufzufangen. Anschließend Sieb und Gehäuse mit einer schmalen Bürste reinigen und gut abspülen.
Insight: Kleine, regelmäßige Handgriffe verhindern größere Verstopfungen und unangenehme Gerüche.
So geht’s bei Gummidichtung und Trommel: schonend und effektiv
Gummidichtungen sollten nach jedem Waschgang mit einem trockenen Tuch abgetupft werden, um stehendes Wasser zu entfernen. Bei sichtbaren Ablagerungen hilft warmes Wasser mit etwas Zitronensäure oder Essigessenz, das mit einem weichen Tuch eingerieben wird.
Für die Trommel empfiehlt sich ein Leerprogramm bei mindestens 60 °C – entweder im eingebauten Selbstreinigungsmodus oder mit 50 g Natron im Hauptwaschfach. Das löst Gerüche und reduziert Keime, ohne die Umwelt unnötig zu belasten.
Insight: Kombination aus heißem Spülgang und einfachen Hausmitteln bringt oft mehr als teure Spezialprodukte.
Mit einfachen Hausmitteln: Natron, Zitronensäure und Essigessenz
Natron wirkt geruchsneutralisierend und leicht schleifend– ideal für die Trommelreinigung. Zitronensäure löst Kalk effektiv; als Pulver ins Einspülfach gegeben, reinigt sie Trommel und Leitungen. Essigessenz (25 %) ist stark gegen Fettrückstände und Kalk, sollte aber sparsam verwendet werden, um Gummiteile nicht zu überstrapazieren.
Bei empfindlichen Teilen lieber auf Essig verzichten und Zitronensäure in geringer Dosierung wählen. Für die Weichspülerkammer reicht häufig ein Esslöffel Essigessenz statt industriellem Weichspüler – das schont Materialien und Umwelt.
Insight: Hausmittel sind günstig, wirksam und passen zur nachhaltigen Haushaltsführung, wenn sie richtig dosiert eingesetzt werden.
Pflege‑Routine: So bleibt die Maschine länger frisch
Damit sich Schimmel und Gerüche erst gar nicht bilden, Tür und Einspülkammer nach jedem Waschgang offenlassen, damit alles gut trocknet. Gewaschene Wäsche zügig entnehmen verhindert Stockflecken und muffende Textilien.
Richtige Dosierung des Waschmittels ist entscheidend: Zu viel Waschmittel führt zu Ablagerungen. Empfohlen wird, die Maschine etwa alle 3 Monate gründlich zu reinigen und öfter bei Haushalten mit Babys oder Allergikern höhere Temperaturen zu nutzen.
Insight: Kleine Alltagsgewohnheiten schützen vor großen Reinigungsaktionen und sorgen für frisch duftende Wäsche.